Schitouren im Brandnertal

An Schitouren schätzen die Anhänger dieses Sportes vor allem das Naturerlebnis, das Ursprüngliche. Im Brandnertal finden sich viele dieser naturbelassenen Landschaften in welchen sich die Tourengeher ganz auf sich und Ihren Sport besinnen können. Wir haben für Sie ein paar davon exemplarisch zusammengetragen:

Nacht Schitouren Erlebnis im Palüd

Ausgangspunkt: Palüdbahn Talstation
Aufstieg: ca. 1,25h
Schwierigkeitsgrad: Nur für geübte Schiläufer oder Tourengeher
Ausrüstung: Stirnlampe oder Nachtsichtgerät

Jeden Dienstag von 17:30 Uhr bis 22:00 Uhr wird die Piste der Talabfahrt Palüd für Tourengeher freigehalten. Von der Talstation Palüd aus laufen Sie der präparierten Skipiste entlang ins Skigebiet Palüd. Am Ziel angelangt haben Sie die Möglichkeit die speziell für diesen Anlass länger geöffneten Bergrestaurant Melkboden oder Palüdhütte für einen Einkehrschwung zu besuchen. Bitte vergessen Sie nicht dass die letzte Talabfahrt spätestens um 09:45 Uhr stattfinden muss da die Skipiste ab 10:00 Uhr für den Schilauf wieder gesperrt ist. Weitere Informationen und Reservierungen erhalten Sie unter T +43 55 59 390 (Palüdhütte) oder T +43 55 59 298 (Melkboden)

Schattenlagandhütte Brand

Ausgangspunkt: Ortsende von Brand (nähe Palüdbbahn)
Aufstieg: ca. 1,25h
Schwierigkeitsgrad: mittel

Das sogenannte Schattenlagant-Alpgebiet ist auch im Winter ein gern besuchtes Seitental in Brand.

Neben Rodeln und Winterwandern besteht die Möglichkeit die geöffnete Schattenlagandhütte auch per Schitouren zu erreichen. Den Einstieg dieser Tourenvariante erreichen Sie direkt am Ortsende von Brand (ca. 300m nach der Palüdbahn) Bitte beachten Sie den möglichen Gegenverkehr mit diversen Schneegeräten. Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten und den Schneeverhältnissen erhalten Sie unter T +43 676 95 62 502 (Schattenlaganthütte) Bitte beachten Sie eine mögliche Sperrung des gesamten Gebietes wegen möglicher Lawinengefahr.

 

Schesaplana, 2.965 m Brand

Ausgangspunkt: nach Ortsende Brand, 1.120 m
Höhenmeter: 1.850 m
Schwierigkeit: mittel
Lawinengefahr: hoch
Jahreszeit: Februar – Mai

Als absolutes Highlight unter den Schitouren gilt die Skitour auf den höchsten Gipfel des Rätikons. Die sehr lange, konditionell anspruchsvolle Tour mit mehreren Steilstücken wird mit einer grandiosen Rundsicht auf dem Gipfel belohnt.

Auf der Fahrstraße vom Innertal zur Talstation der Lünerseebahn. Weiter bis in den Talabschluss und der rechten Rinne folgend bis auf Höhe des Sommerweges. Meist ohne Ski über den Bösen Tritt und die anschließende, steile Flanke zum Lünersee. Der weitere Anstieg erfolgt über den westlichen Lünersee Begleitweg. Ab Mitte Lünersee kann bei guten Verhältnissen mit der Querung der Flanke begonnen werden. Man geht leicht ansteigend in eine Mulde, die zur Totalphütte führt. Nach der Totalphütte auf linkem Rücken bis zum Schesaplana Grenzrücken. Diesem folgen, später nach rechts ins Tobel und steil zum Gipfelgrat knapp links der höchsten Erhebung. Die letzten Meter geht man meist zu Fuß zum Gipfelkreuz. Abfahrt wie Anstieg.

 

Oberzalimkopftour Oberzalimkopf, 2.340 m Brand

Ausgangspunkt: Talstation Palüdbahn, 1060 m
Höhenmeter: 1280 m
Schwierigkeit: mittel
Lawinengefahr: in steiler Munde mittel; unterm Gipfel hoch
Jahreszeit: Jänner- April

Anfangs auf der Piste ca. 270 Hm aufwärts in den Talboden der Unteren Zalimalpe. Dann auf die linke Talseite dem Güterweg folgend bis zur Wegkreuzung am Eingang des Zalimtales. Hier auf dem linken Güterweg weiter ins Tal. Nach dem bewaldeten, untersten Abschnitt im breiten Talboden aufwärts. Im Talschluss über eine zunehmend steiler werdende Mulde bis knapp unter die Höhe der Oberzalimhütte und flach ansteigend zu dieser nach rechts queren. Von der im Winter nicht bewirtschafteten Hütte weiter nach rechts und auf rechter Seite eines latschenbewachsenen Rückens auf kleine Schulter. Nun nach links in steile Mulde queren und in dieser aufwärts, bis der Grat rechts des Gipfelaufbaus erreicht wird. Skidepot unter den Gratfelsen. Nun dem Grat folgend – einen Felsaufschwung auf linker Seite umgehend – zum Gipfel. Abfahrt wie Aufstieg.

Schillermulde, 1.847 m Bürserberg

Ausgangspunkt: Talstation Einhornbahn oder Wanderparkplatz Tschengla, 1200 m
Höhenmeter: 630 m
Schwierigkeit: leicht
Lawinengefahr: gering – mittel (wegen Schlußhang zum Joch)
Jahreszeit: Dezember – März

Vom Wanderparkplatz Tschengla der Straße bis zum Hangfuß auf ca. 1.230 m folgen. Über die meist offenen Hänge leicht rechts haltend in die Verebnung der Furkla, ca. 1.600 m. Auf der rechten Seite des Tälchens zwischen Schillerkopf und Mondspitze bis unter das Joch und am Schluss in Spitzkehren steil auf den Grat oder bequemer auf kleine Hangschulter im Nordhang des Schillerkopfs. Abfahrt wie Aufstieg.

Alternative: Mondspitze, 1.967 m Bürserberg

Die Mondspitze ist aufgrund des starken Latschenbewuchses eher im späten Winter interessant. Route wie zur Schillermulde bis zur Verebnung. Dann gerade auf den Ostgrat der Mondspitze zuhalten und knapp links des Grates in Spitzkehren auf den Gipfel. Abfahrt wie Aufstieg.